Netzwerk Demenz Parchim

Vernetzung und Zusammenarbeit regionaler Akteure der Demenzhilfe zur  Versorgung, Unterstützung und Pflege von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen und nahestehenden Personen. 

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Ein starkes Netzwerk

Das Netzwerk Demenz trifft sich regelmäßig zum Wissensaustausch, tauscht sich über neue Projekte aus und beschäftigt sich intensiv mit der Versorgungssituation für gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen in der Region. Primäres Ziel ist es, die Versorgung und Unterstützung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen zu verbessern.

Um den Herausforderungen zu begegnen, etablierte sich bereits 2014 in Parchim der Arbeitskreis Demenz, der sich um die Vernetzung der Akteure und Anbieter bemüht, sowie neue Angebote anregt.

Unser Netzwerk stärkt die bestehenden ambulanten und stationären Angebotsstrukturen für Diagnostik, Behandlung, Pflege, niedrigschwellige Betreuung und Entlastung sowie Selbsthilfestrukturen in Parchim und den ländlichen Sozialräumen des Landkreises.

In unserer Welt ist niemand ein Versager, der einem anderen seine Bürde erleichtert.

 Charles Dickens

Der Seele Freude ist es im Herzen wirksam zu sein.

 Hildegard von Bingen

Es kommt nicht darauf an, wie ALT man wird, sondern WIE man alt wird.

 Werner Mitsch

Im Alter haben Erinnerungen denselben Stellenwert wie in der Jugend die Träume.

 Erna Behrens-Giegl

Unser Konzept

Die zur Verfügung stehenden Mittel des § 45 c SGB XI Absatz 9 sollen eingesetzt werden, um in Parchim und Umgebung die Aktivitäten des Netzwerks Demenz zu unterstützen und auf den ländlichen Sozialraum zu erweitern. Erste Studien konnten aufzeigen, dass solche Netzwerke die Versorgung der Betroffenen verbessern. 

Die Zusammenarbeit der Akteure wird gefördert, gemeinsame Aktivitäten werden in einem abgestimmten Handlungsplan umgesetzt und Konkurrenzbeziehungen zwischen den Akteuren minimiert. 

Erfahrungs-, Wissens- und Informationsaustausch sowie die Vernetzung und Koordination von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Strukturen bei der Versorgung dementiell erkrankter Menschen stellen einen wesentlichen Schwerpunkt dar und sind wichtige Bausteine für eine gut funktionierende Versorgungslandschaft mit dem Schwerpunkt Demenz. 

Zukünftig sollen weitere haupt- und ehrenamtlich engagierte Akteure der Demenzhilfe und auch der Teilhabe sowie weitere Institutionen wie Polizei, Hausärzte und Feuerwehr eingebunden werden. 

So arbeiten wir

Das Netzwerk organisiert sich selbst. 

Es werden keine gesetzlichen und/oder kommunalen Aufgaben an das Netzwerk übertragen. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel aus dem § 45 c SGB XI Absatz 9 werden für die Dauer des laufenden Kalenderjahres ausschließlich für förderfähige Ausgaben verwendet.

Alle Treffen des Netzwerkes Demenz Parchim werden protokolliert und gemeinsame Aktionen werden schriftlich evaluiert. Ein jährlicher Tätigkeitsbericht zeigt die gemeinsamen Aktionen des Netzwerkes Demenz Parchim auf.

Die Koordination des Netzwerkes Demenz erfolgt durch die Mitglieder des Netzwerkes selbst. Das Netzwerk legt bereits einen wichtigen Schwerpunkt auf die trägerneutrale Vernetzung und Zusammenarbeit regionaler Akteure der Demenzhilfe, welche an der Versorgung, Unterstützung und Pflege von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen sowie vergleichbar Nahestehenden beteiligt sind. 

Die Netzwerkziele werden gemeinsam durch die Kooperationspartner sowie interessierter Netzwerkakteure erarbeitet. 

Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit strebt das Netzwerk Demenz Parchim an, in der Öffentlichkeit sichtbar und bekannt zu werden für Angehörige, Betroffene und Experten.

Die Nutzung der Förderung  bietet eine wichtige Finanzierungsgrundlage für die genannten Aufgaben und Aktivitäten, insbesondere der Öffentlichkeitsarbeit. Es wird jährlich ein Finanzierungsplan aufgestellt.

Unsere Ziele

  • Erfahrungs-, Wissens- und Informationsaustausch zwischen den Akteuren der Demenzhilfe
  • Kennenlernen der Einrichtungen und Ansprechpartner, weitere Einrichtungen der Altenhilfe motivieren im Netzwerk mitzuarbeiten
  • Vernetzung und Koordination von haupt- und ehrenamtlichen Akteuren 
  • Anregung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Expertenplattform für die Netzwerkregion
  • Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung, Demenzhilfen bekannt machen, Gesellschaft einbeziehen und sensibilisieren mittels Veranstaltungen(z.B.um den WAT,…)
  • Kulturelle Teilhabe ermöglichen, Prävention, Gesundheitsförderung, Hemmschwellen reduzieren
  • Unterstützung niedrigschwelliger Angebote, Wege zu den Angebote vermitteln
  • Erfassung von Angeboten der Demenzhilfe
  • Unterstützung von Angehörigengruppen
  • Betroffene früher erreichen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen 
  • Kontakt zu Hausärzten und Fachärzten ausbauen 
  • Kompetenzen der Netzwerkmitglieder durch gemeinsame Fortbildungen erweitern

Das Netzwerk Demenz Parchim setzt sich zusammen aus einer Vielzahl von Netzwerkpartnern

Als Akteur ist der Pflegestützpunkt Parchim,
Putlitzer Straße 25,
19370 Parchim
vertreten durch die Sozialberaterin Frau Zepelin, tätig.

Demenzspezifischen Versorgungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten vor Ort

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) leben derzeitig ca. 34.000 Menschen mit Demenz, allein in Parchim und im näheren ländlichen Sozialraum geht man von einer geschätzten Anzahl von ca. 5.000 an Demenzerkrankten im Jahr 2017 aus. Diese sind auf eine medizinische, psychosoziale, sozial-rechtliche und pflegerische Versorgung sowie weitere Unterstützungsangebote angewiesen. 

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II haben Pflegebedürftige, bei denen die Pflege im häuslichen Bereich erfolgt, seit dem 1. Januar 2017 einen Anspruch auf einen Entlastungsbeitrag in Höhe von monatlich 125 Euro. Doch rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen nutzen dieses Angebot nicht, wie eine aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) aufzeigt.

Angebote gemäß § 45 a Abs. 1 SGB XI tragen dazu bei, dass Pflegebedürftige möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben, ihren Alltag weitgehend selbstständig bewältigen und die sozialen Kontakte aufrechterhalten können. Die Angebote haben unterschiedliche Ausrichtungen, die der Betreuung des Pflegebedürftigen sowie der Entlastung der Pflegeperson im Alltag dienen. Wie in Mecklenburg-Vorpommern fehlt es auch in Parchim an ausreichenden demenzspezifischen Versorgungs-, Unterstützungs- und Hilfsangeboten vor Ort sowie an Fachkenntnis zum Krankheitsbild Demenz in den sektorenübergreifenden Versorgungsstrukturen und Information für die Angehörigen zu Betreuungs- und Entlastungsangeboten. Pflege- und Betreuungsarbeit wird überwiegend zu Hause geleistet und findet in unserer Gesellschaft nach wie vor zu wenig Beachtung. Die starke Fragmentierung der Versorgung führt zu einer gewissen Orientierungslosigkeit der Betroffenen. 

Aus der Versorgungsperspektive liegt die Herausforderung in einer Zusammenführung adäquater medizinischer, pflegerischer, psychosozialer, medikamentöser und nicht-medikamentöser Leistungen sowie sozialer Unterstützungsangebote, sowohl stationär als auch ambulant. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die konsequente Einbeziehung der Angehörigen, die den Großteil der Versorgung der Menschen mit Demenz gewährleisten und die häufig selbst gesundheitliche und soziale Einschränkungen erfahren. 

Diese sektorenübergreifenden Versorgungsleistungen aus stationärer und ambulanter Behandlung sind dabei unabdingbar, um den Krankheitsverlauf zu verzögern, den Menschen mit Demenz solange wie möglich ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben im eigenen häuslichen Umfeld zu ermöglichen und die pflegenden Angehörigen zu entlasten. 

 

Angehörige, Betroffene oder Experten

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